Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)

Anmeldung



 


Green Logistics

Green Logistics entwickelt Methoden und Lösungen für die...

  • umfassende
    (6 Umweltwirkungen stehen im Fokus)
  • integrative
    (Bilanzraum umfasst Transport, Immobilie und Intralogistik)
  • verursachungsgerechte
    (transparente, einheitliche und vergleichbare Vorgehensweise)
  • und standardisierte
    (Normen und Standards werden weiterentwickelt und konkretisiert)

... ökologische Bewertung logistischer Aktivitäten.

Verbesserungsmaßnahmen für alle logistischen Bereiche werden identifiziert und hinsichtlich des Ökoeffizienz-Potentials eingestuft. Die Laufzeit des Projekts ist 2010 bis 2015.

 

Motivation

Wer handelt, ist besser vorbereitet: ein Gedanke, der viele Akteure derzeit motiviert, die umweltrelevanten Bereiche im eigenen Unternehmen zu identifizieren und geeignete Verbesserungsmaßnahmen zu realisieren. Allein durch die Logistik werden heute weltweit mehr als 5,5 % der CO2-Emissionen verursacht. Dementsprechend kann die Logistik einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung leisten. Bevor jedoch Emissionsminderungsmaßnahmen und »Grüne Logistik«-Produkte und Dienstleistungen abgeleitet und umgesetzt werden können, sind die Emissionen heutiger logistischer Systeme und Prozesse einheitlich zu bestimmen und die emissionstreibenden Prozesse zu identifizieren.

 

Ziel des Projekts

Im Rahmen des Verbundvorhabens »Green Logistics« erfolgt die Entwicklung und Umsetzung von ökoeffizienten Logistik-Produkten und -Dienstleistungen, also realer, sowohl ökologischer als auch wirtschaftlicher Logistiklösungen. Ziel des Verbundprojekts ist, die ökologischen Wirkungen logistischer Prozesse und Systeme erstmalig verursachungsgerecht und standardisiert für die gesamte Logistikkette zu bestimmen, also integrativ für die drei Bereiche Logistikimmobilie, Intralogistik sowie Transport.
Die hierfür (weiter) zu entwickelnden Methoden und Instrumente werden in ein Zertifizierungssystem für Logistikdienstleister überführt und es wird ein internationaler Normenausschuss initiiert. Ferner wird ein exemplarisches Bewertungstool realisiert, mit welchem die Umweltwirkungen logistischer Systeme und Prozesse ermittelt und die ökoeffizientesten Lösungen identifiziert werden können.

 

Innovationen

Elf Projektpartner konzipieren ökoeffiziente Produkte und Logistiksysteme. Sie realisieren u.a. einen CO2-neutralen Luftfrachthub, eine ökoeffiziente Last Mile Logistik sowie ein ressourcensparendes Behältermanagement. Die Innovationen des Verbundprojekts liegen in der Vergleichbarkeit ökologischer Wirkungen in Bezug auf die logistische Leistungserbringung und in dem Nachweis der Existenz ökoeffizienter Lösungen vor dem Hintergrund der gesamten Logistikkette. Gemeinsam mit dem schon heute bestehenden Marktdruck wird dies in einer Innovationsdynamik resultieren, die zu weiteren grünen Produkten, Technologien und Dienstleistungen - auch über die Dauer der Förderung hinaus - führt.

Eine der Green Logistics Innovationen:

Surplus Energetic Autarky Logistic Warehouse (SEAL)

 

EffizienzCluster LogistikRuhr

»Green Logistics« ist eines der mehr als 30 Verbundprojekte des EffizienzClusters LogistikRuhr, ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Spitzenclusterprogramm, das den Ausbau der weltweiten Führungsposition im Bereich innovativer Logistiklösungen und -technologien anstrebt.
»Green Logistics« (FKZ: 01IC10L06) liefert die konzeptionelle Grundlage für die übrigen Verbundprojekte im Leitthema »Umwelt im Fokus« sowie Methoden und Instrumente, um alle Projekte und Logistiksysteme innerhalb des EffizienzClusters LogistikRuhr hinsichtlich ihrer Ökoeffizienz bewerten zu können. Gemeinsam mit dem Verbundvorhaben »Sustainable Sourcing Excellence«, dessen Schwerpunkt im Bereich der nachhaltigen Gestaltung der Einkaufs- und Beschaffungsprozesse liegt, wird so die gesamte logistische Kette von Beschaffung über Lagerung, Distribution bis hin zur Reverse Logistics abgedeckt.
Mit dem Ziel der ökoeffizienten Gestaltung logistischer Prozesse und Systeme setzt »Green Logistics« wichtige Impulse sowohl für Aus-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen als auch für vermarktungsfähige neue Produkte und Dienstleistungen. Dieses Verbundprojekt leistet einen entscheidenden Beitrag zur Umwelt- und Ressourcenschonung und trägt dazu bei, die individuelle Versorgung der Menschen mit Gütern und Dienstleistungen auch in urbanen Räumen zu sichern.

 

Leitthema Umwelt im Fokus

Die Verknappung von Ressourcen manifestiert sich auf verschiedenste Weise: Rohstoffvorräte schwinden, Ökosysteme sind aufgrund begrenzter Aufnahmekapazitäten überlastet, neue Wege zur Produktion werden gesucht. Für Unternehmen ergibt sich daraus ein Spannungsfeld, als dessen Resultat nicht nur steigende Energiepreise und klimapolitische Regulierung stehen, sondern auch gesellschaftliche Ansprüche. Die Herausforderung hierbei ist, ressourceneffizientes Wirtschaften sicherzustellen, gleichzeitig aber die Versorgung mit Gütern auf individuelle Bedürfnisse abzustimmen. In genau diesem Spannungsfeld steht das Leitthema Umwelt im Fokus und fokussiert die zentrale Frage, wie der Widerspruch zwischen Ressourceneffizienz und Individualität aufzulösen ist. Um die Individualität von morgen mit 75% der Ressourcen von heute zu schaffen, erarbeiten die unter dem Leitthema vereinten Verbundprojekte Methoden und Konzepte, auf deren Basis Unternehmen der Transport- und Logistikbranche ressourcenschonende Verfahren, Dienstleistungen und Techniken für eine ökoeffiziente Logistik etablieren können.


Zum Leitthema Umwelt im Fokus gehören die folgenden 4 Verbundprojekte:


•    Sustainable Sourcing Excellence
•    Ressourceneffiziente Instandhaltungslogistik
•    TraCy Logistics for Urban Mining
•    Green Logistics

 

Projektkonsortium